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Folge 15: Ich war Verschwörungsgläubige – Eine Aussteigerin berichtet

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Sie meldete Mahnwachen für den Frieden an, demonstrierte neben Neo-Nazis, obwohl sie selber keiner ist. Für den Frieden, wie sie damals glaubt.
Anja Sanchez Mengeler war zwischen 2013 und 2015 in der Szene der Friedensmahnwachen aktiv. Sie glaubte, dass eine Elite uns mit Chemtrails vergiftet und Deutschland nicht souverän sei. Doch dann stieg sie aus. Heute blickt sie mit Schaudern auf Gruppen wie Querdenken.

Für die neue Folge von modus|extrem haben wir mit Sanchez Mengeler darüber gesprochen, wie sie in die Welt der Verschwörungen abrutschte – und wie sie es schaffte, ihr wieder zu entkommen. Was können wir als Gesellschaft von ihr und ihrem Fall lernen? Und: Ist Til Schweiger wirklich ein Intellektueller?

Folge 14: Incels – Warum männliche Jungfrauen einen Krieg gegen Frauen führen

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In der neuen Folge von modus|extrem geht es um Incels.
Ein Problem, das in Deutschland noch gar nicht so bekannt ist. Incels ist die Selbstbezeichnung einer in den USA entstandenen Internet-Subkultur von heterosexuellen Männern, die nach eigenen Aussagen aufgrund ihres Äußeren keinen Sex haben. Schuld daran seien Frauen und der Feminismus.
In den letzten Jahren haben mehrere Incel-Attentate zahlreiche Opfer gefordert. Was genau steckt hinter der Incel-Ideologie, wieso gibt es so viele Anknüpfungspunkte zum Rechtsextremismus und welche Gefahr geht von der Gemeinschaft aus?
Die Moderator*innen Julia Straßer und Sören Musyal gehen diesen und vielen weiteren Fragen in der heutigen Folge auf den Grund.

Interviews mit:
- Publizistin und Buchautorin Veronika Kracher (Incels: Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults)
- Journalistin und Autorin Susanne Kaiser (Politische Männlichkeit: Wie Incels, Fundamentalisten und Autoritäre für das Patriarchat mobilmachen).

Spotlight-Paper zur Folge:
https://modus-zad.de/wp-content/uploads/2021/05/SPOTLIGHT_INCELS.pdf

Vorhang auf für die 3. Staffel von modusIextrem...

modus|extrem ist eine Produktion von modus|zad – Zentrum für angewandte Deradikalisierungsforschung.

Folge 13: QAnon und Querdenken - Eine neue Form des Extremismus?

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2021 war mit einer Hoffnung verbunden: Nicht 2020 zu sein. Schon am 6. Januar wurde diese Hoffnung irgendwie enttäuscht als Hunderte Rechtsextreme und Verschwörungsgläubige das Capitol in Washington D.C. stürmten. Weil sie glaubten, die Wahl sei gefälscht worden, weil sie ein Zeichen setzen wollten, einige von ihnen aber auch, weil sie ranghohe Politiker*innen wie Vizepräsident Mike Pence oder Demokratenführer*in Nancy Pelosi als Geiseln nehmen wollten.
Deutsche Zuschauer*innen mögen sich an die Bilder vor dem Reichstag im August erinnert haben, als Reichsbürger*innen, Querdenker*innen und Rechtsextreme die Stufen erklommen hatten und sich von zunächst nur drei Polizisten aufhalten ließen. Beide Ereignisse – am Capitol Hill in den USA und am Reichstag in Berlin – gehen hervor aus Bewegungen, die geprägt sind von tiefem Misstrauen in Medien und Institutionen.
Inzwischen ist das Phänomen auch auf dem Schirm der deutschen Verfassungsschützer*innen. Ob zu Recht? – das wollten wir von unserem heutigen Gast wissen: Michael Blume. Er ist Beauftragter gegen Antisemitismus der Landesregierung Baden-Würrtemberg und eine wichtige Stimme im Kampf gegen Verschwörungsmythen.

Diese Episode wurde im Rahmen des Projekts WayOut produziert. WayOut wird vom wird vom Fond für interne Sicherheit – Polizei der Europäischen Union gefördert.

Folge 12: (De-)Radikalisiert im Knast? - Gefängnisse als Ort der Präventionsarbeit

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Wie in der letzten Folge bleiben wir heute im Bereich des Gefängnisses als Ort von Radikalisierung.
Letztes Mal hat uns ein ehemaliger Häftling Einblicke in seine Zeit in der JVA gegeben – und in seine Radikalisierung.
Was waren seine Beweggründe? Und weshalb hat er sich für einen anderen Weg entschieden? Adam erhielt damals Unterstützung von einem Deradikalisierungsberater mit dem er bis heute Kontakt hat.
Doch wie genau sieht die Arbeit von Deradikalisierungsberater*innen in Justizvollzugsantalten aus und was sind aus ihrer Sicht die Gründe dafür, weshalb sich junge Menschen im Gefängnis radikalisieren?

Um diese Fragen zu beantworten sprechen wir in der heutigen Folge mit Samet Er von Violence Prevention Network. Violence Prevention Network ist eine Organisation, die seit über 15 Jahren im Bereich Extremismusprävention und Deradikalisierung im Strafvollzug tätig ist. Samet arbeitet als Berater in Gefängnissen und bietet dort verschiedene Angebote für Inhaftierte aber auch für Fachkräfte in Justizvollzug und Bewährungshilfe an.

Diese Episode wurde im Rahmen des Projekts WayOut produziert. WayOut wird vom wird vom Fond für interne Sicherheit – Polizei der Europäischen Union gefördert.

Folge 11: Im Knast radikalisiert - Warum deutsche Gefängnisse gefährlich sind

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Madrid 2004, Toulouse 2012, Paris 2015 oder Dezember 2016 in Berlin - nach terroristischen Attentaten kam in der Aufarbeitung der Anschläge in den letzten Jahren nicht selten heraus, dass die Attentäter vor der Tat oftmals eine Zeit im Gefängnis verbracht hatten.
Anfang Oktober diesen Jahres dann ein Messerattentat in Dresden - der Täter war kurz vorher aus dem Gefängnis entlassen worden. Nur wenige Wochen später ereignete sich in Wien ein weiterer terroristischer Anschlag. In beiden dieser Fälle nahmen die Attentäter an einem Deradikalisierungsprogramm in und außerhalb der Haft teil.
Dass Gefängnisse ein Ort der Radikalisierung sein können, ist im Kontext der Präventionsarbeit schon länger bekannt.

Doch wieso eigentlich? Was sind die Gründe wieso sich gerade junge Menschen im Gefängnis radikalisieren?

In der heutigen Folge von modus I extrem sprechen wir mit Adam. Er war selbst im Gefängnis inhaftiert, und kurz davor einen radikalen Weg einzuschlagen.

Diese Episode wurde im Rahmen des Projekts WayOut produziert. WayOut wird vom wird vom Fond für interne Sicherheit – Polizei der Europäischen Union gefördert.

Folge 10: Zwischen Abgrenzung und Beeinflussung? Welchen Einfluss haben Eltern wenn Kinder sich radikalisieren?

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Wenn Kinder oder Jugendliche Fehler machen, wenn sie sich nicht angemessen oder merkwürdig verhalten, wenn sie weniger können als andere in ihrem Alter – es wird immer als erstes ein Blick auf die Eltern geworfen - Was haben sie gemacht, oder was hätten sie machen können – oder müssen?

Kein Wunder also, dass dies auch auf den Bereich der Radikalisierung und auch Deradikalisierung zutrifft.

Wenn Jugendliche sich radikalisieren, wird oft auch den Eltern eine Mitschuld gegeben.
So wird nach terroristischen Attentaten zum Beispiel das Leben der Attentäter genauestens analysiert; es gilt dann herauszufinden, was sie zu der Tat getrieben hat. Dabei erhalten die Eltern, nicht selten besonders die Mütter Anschuldigungen.
Doch was sagt die Forschung dazu? Welchen Einfluss haben Eltern wirklich auf die Radikalisierung – und auch Deradikalisierung – ihrer Kinder? Wie entscheidend sind ihre eigenen politischen Haltungen; ihr Erziehungsstil, ihre Maßnahmen oder auch ihr Fehlen?
In der heutigen Folge des Podcasts ist Michaela Köttig zu Besuch.
Sie ist Professorin an der University of Applied Sciences in Frankfurt am Main und forscht seit vielen Jahren zu jungen Frauen und Rechtsextremismus.

Folge 9: Einmal rechte Szene und zurück - Interview mit einer Aussteigerin

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Sie stand mit grölenden Nazis auf dem Marktplatz und fand es okay, gegen Ausländer zu sein. Denn sie war selbst: Neo-Nazi. Dabei konnte sie mit Politik eigentlich gar nichts anfangen, sagt Luise*.
Doch wie kam es dazu? Wieso radikalisierte sich Luise*?

Wenn wir begreifen wollen, wieso sich Menschen radikalen Gruppen und Szenen anschließen, müssen wir mit ihnen reden. Denn um zu verstehen, wieso bestimmte Weltsichten attraktiv erscheinen, sind wir auf Berichte von Menschen angewiesen, die selbst Teil solcher Szenen sind. Sie helfen uns, ihre ganz individuellen Beweggründe kennenzulernen.
Von einigen dieser Menschen können wir aber auch erfahren, wieso sie sich letztlich von diesen Szenen abgewandt haben, was sie dazu bewegt hat, sich von ihrem einstigen Weltbild zu distanzieren.

In der heutigen Folge von modusIextrem macht Moderatorin Julia Straßer genau das: Sie spricht mit einer rechtsextremen Aussteigerin über ihren Weg in die Szene und den schweren Weg wieder heraus.

Folge 8: Verschwörungsmythen - Wie sie funktionieren und warum Menschen an sie glauben

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Mit der weltweiten Pandemie verbreitet sich nicht nur das Corona-Virus in Windeseile; Fake News und Verschwörungserzählungen sind zu seinen festen Begleitern geworden - überall auf der Welt.

Aber was bedeuten diese Entwicklungen eigentlich und was steckt hinter dem Verschwörungsglauben? Wieso beschäftigen uns gerade zu Corona so viele Verschwörungsmythen und wie gefährlich sind sie für die Demokratie?

In der heutigen Folge des Podcasts spricht Moderatorin Julia Straßer mit Pia Lamberty. Sie ist Sozialpsychologin und Expertin für Verschwörungserzählungen und forscht seit einigen Jahren zu dieser Thematik. Zusammen mit Katharina Nocun hat sie im Mai 2020 das Buch: „Fake Facts - Wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen“ veröffentlicht.

Folge 7: Podcast-Gespräch über Hass und Radikalisierung im Netz

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Christchurch, Poway, Bærum, El Paso und Halle – das Jahr 2019 führte vor Augen, wie der Hass im Netz in unser aller Leben eindringen kann. Die rechtsextremen Terroranschläge, zutiefst beeinflusst von toxischen Onlinekulturen, kosteten unzählige Leben. Auch im deutschen Halle fielen zwei Menschen einem Rechtsextremen zum Opfer.
Was muss getan werden, um das zu verhindern? Und wer trägt die Verantwortung, der Radikalisierung im Netz zu begegnen?

In einer Sonderfolge sprechen Julia Straßer und Sören Musyal mit Flemming Ipsen (jugendschutz.net), Johannes Baldauf (Facebook), Maik Fielitz (Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft) und Carolina Beraldo (Gamerin und Streamerin) unter anderem über vermeintlich böse Gamer*innen, die Sinnhaftigkeit von Verboten und Trolle, die zur Tat schreiten.

Folge 6: Naturschutz, Tierschutz, Umweltschutz - Radikal rechts?

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Naturschutz, Umweltschutz und Klimaschutz - Wer Interesse dafür hat wird meistens mit alternativen Lebensformen und linken Ideen verknüpft.
“Öko” - wenn ich so jemanden bezeichne, dann wählt die Person doch grün oder links!
Auf Demonstrationen gegen Klimawandel, Atomkraft und Gentechnik befinden sich doch ausschließlich Menschen, die eine liberale Meinung und demokratische Werte vertreten.…oder?

Seit vielen Jahren bereits, vereinnahmen Neonazis und rechtsextreme Gruppen Themen des Natur- und Umweltschutzes. Sie befürworten ökologische Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung, kämpfen gegen Gentechnik und Atomenergie. Auch das Interesse für vegane Ernährungsweisen und biologisch regionale Produkte scheint nicht mehr - oder noch nie - nur links zu sein.

Was steckt genau dahinter? Welche Ideen und Ziele verfolgen rechtsextreme Gruppen mit der Bezugnahme auf umweltpolitische Themen und an welche Tradition knüpfen sie an?

In der 6. Folge von modus I extrem haben wir uns mit Lukas Nicolaisen getroffen. Er ist Leiter von FARN, der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz. Die Organisation untersucht die historischen und aktuellen Verknüpfungen des deutschen Natur- und Umweltschutzes mit extrem rechten und völkischen Strömungen.

Über diesen Podcast

Vegane Kochtipps von Nazis auf YouTube. Lifestyletipps für islamistische Frauen, erfolgreicher Mainstream Nazi-Rap und Bio-Produkte rechtsradikaler Gruppen. Klingt wie ein Witz, ist aber eine geschickte Strategie von extremistischen Gruppen, menschenverachtende Ansichten zu verbreiten und Anhänger*innen zu rekrutieren.

In "modus|extrem" sprechen Julia Straßer und Sören Musyal mit Expert*innen über aktuelle Trends rund um das Thema Extremismus. Wer radikalisiert sich eigentlich und wieso, um welche aktuellen Inhalte geht es und was können wir dagegen machen?

modus | extrem wird produziert von modus | zad, dem Zentrum für angewandte Deradikalisierungsforschung.

Hörer*innenmail: podcast@modus-zad.de

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